Hansmartin Kleine-Horst: 02293-902634 | info(a)gehoerbildung-musiktheorie.de
Header Gehörbildung-Musiktheorie 2025

Der Dreiklang

Jeder Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte.

In seiner Grundstellung sind zwei Terzen übereinander geschichtet. Diese Terzschichtung ist der typische Aufbau von Mehrklängen – also auch von Vierklängen (Septakkorden) und Fünfklängen (Septnonenakkorden).

Dur- und Molldreiklang

Die beiden wichtigsten Dreiklänge sind der Dur– und der Moll-Dreiklang.

Dreiklänge mit Grundton C: Dur, Moll, vermindert, übermäßig

Durdreiklang (a): Grundton – große Terz – reine Quinte (große + kleine Terz übereinander)

Molldreiklang (b): Grundton – kleine Terz – reine Quinte (kleine + große Terz übereinander)

Am Anfang kannst du die Dreiklangstöne auch „abzählen“:

Große Terz: 4 Halbtonschritte (vom Grundton aus 4 Tasten am Klavier weiter)
Kleine Terz: 3 Halbtonschritte (weitere 3 Tasten am Klavier weiter)

Durdreiklang → 4 + 3 Tasten
Molldreiklang → 3 + 4 Tasten

Es gibt dann auch noch den verminderten Dreiklang (c) mit kleiner Terz und verminderter Quinte (2 kleine Terzen übereinander) sowie den übermäßigen Dreiklang (d) mit großer Terz und übermäßiger Quinte (2 große Terzen übereinander).

Umkehrungen und Lagen des Dreiklangs

In der Grundstellung besteht der Dreiklang aus der Terzschichtung – vom Grundton aus: Grundton – Terz – Quinte. Die Quinte ist der höchste Ton – daher spricht man auch von Quintlage.

Bei den Umkehrungen versetzt man jeweils den unteren Ton eine Oktave nach oben.

1. Umkehrung: Terz – Quinte – Oktave (Grundton) → höchster Ton ist die Oktave: Oktavlage

2. Umkehrung: Quinte – Oktave (Grundton) – Terz → höchster Ton ist die Terz: Terzlage

Quintlage, Oktavlage, Terzlage: Grundstellung und Umkehrungen

MERKE: Die Lagenbezeichnungen Quintlage, Oktavlage und Terzlage richten sich nach dem Melodieton des Dreiklangs.

Hinweis: Im Notenbild entsteht bei den Umkehrungen vom Quintton zur Oktave ein Quart-Intervall. Der obere Ton der Quarte ist somit der Grundton. Ihn kannst du bei solchen Dreiklangsbildern oft schnell lokalisieren (entweder in der Mitte oder oben). In der Grundstellung hast du dagegen nur Terzen übereinander – hier ist der tiefe Ton der Grundton.

Sextakkord und Quartsextakkord

In Klavierbegleitungen ist der Grundton häufig auch zugleich der Basston (tiefster Ton).

Wenn du nach Akkordsymbolen spielst, nimmst du meist automatisch den Grundton als Basston – außer es wird ausdrücklich ein anderer Basston verlangt.

Dann wird ein zweiter Tonname dem Akkordsymbol nachgesetzt, üblicherweise nach einem Schrägstrich (ggf. auch unter einem Unterstrich), z.B. Cm/G = C-Molldreiklang mit dem Ton G als Basston. Das nennt man auch Fraktionsschreibweise.

Bezüglich der Dreiklänge gibt es daher zwei weitere Begriffe:

Sextakkord

Hier wird die Terz als Basston gespielt und im restlichen Akkordgriff oft weggelassen (klassische Stimmführung; der Klang ist dadurch häufig schlanker und „besser“ eingebettet). So entsteht zum Quintton eine Terz und zum Oktavton eine Sexte (vgl. 1. Umkehrung).

Hinweis: Dieser Akkord wird schlicht Sextakkord genannt (nicht „Terzsextakkord“).

Quartsextakkord

Hier ist die Quinte der Basston. Dadurch entsteht zum Oktavton eine Quarte und zum Terzton eine Sexte – wie der Name sagt (vgl. 2. Umkehrung).

Grundakkord, Sextakkord, Quartsextakkord

 

MERKE: Die Stellungen Grundstellung, Sextakkord, Quartsextakkord richten sich nach dem Basston (Grundton, Terz oder Quinte des Dreiklangs).

 

 

Hier kannst du diese Dreiklänge und Stellungen hören üben (für Fortgeschrittene): Dreiklangsstellungen und Dreiklangslagen hören üben